Über

„Datenspuren, Fährtenleser“ ist eine Veranstaltungsreihe in Würzburg, die sich mit Big Data und Diskriminierung durch Algorithmen auseinander setzt.

Wir bewegen uns täglich im Netz und hinterlassen Spuren, die jede Menge über uns und unsere Verhaltensweisen verraten. Dabei geht es gar nicht unbedingt um die Inhalte, die wir freiwillig bei Facebook oder Twitter einstellen, sondern um unsichtbare Informationen und Metadaten, wie GPS-Daten, Cookies oder die IP-Adresse. Big-Data-Analysen können mittels Algorithmen ein sehr genaues Profil von uns zeichnen und sogar statistische Vorhersagen treffen, die unser intimstes Privatleben betreffen.

Die gesellschaftliche Diskussion über dieses Thema ist dennoch eher verhalten, obwohl es dringend an der Zeit wäre, gemeinsam zu überlegen, was Algorithmen über uns herausfinden können sollen und wie wir allgemein mit den Möglichkeiten durch Big-Data-Analysen umgehen wollen. Grund für die Stille in der Bevölkerung ist vermutlich auch, dass das Thema wahnsinnig komplex und vielschichtig scheint und viele bei den Wörtern Code, Algorithmus, Big-Data eher an Hacker und IT-Nerds denken, als daran, dass auch sie selbst etwas dazu sagen können.

Genau hier will die Reihe „Datenspuren, Fährtenleser“ ansetzen und die gesellschaftlichen, politischen und ethischen Fragen von Big-Data am Beispiel von Diskriminierung durch Algorithmen für die breite Bevölkerung zur Diskussion stellen. Die einzelnen Veranstaltungen verlangen kein technisches Vorwissen, jede*r ist herzlich willkommen!

Die Veranstalterin

Ich lebe seit 2010 in Würzburg und bin seitdem mit meinem Studium (Bildungswissenschaft) und diversen anderen Dingen beschäftigt. Seit einigen Jahren treibt mich die Frage um, wie sich Technik und Digitales auf den Meschen und die Gesellschaft auswirken. Ich habe angefangen, die re:publica in Berlin und den Chaos Communication Congress in Hamburg zu besuchen, entsprechende Podcasts zu hören und Blogs zu lesen. Vieles ist auch mir bis heute unklar, ich kann weder programmieren noch habe wirklich eine Ahnung, was technisch alles passiert, wenn ich bei Google eine Suche starte. Das muss ich aber auch nicht, um die gesellschaftlichen Aspekte von Themen wie Big Data und Datenschutz zu verstehen und wie sie in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich bestimmen werden, wie unsere Gesellschaft funktioniert, wie wir zusammen leben werden. Und ich will, dass wir dabei mitreden. Deshalb habe ich das Projekt „Datenspuren, Fährtenleser“ ins Leben gerufen, um zur Diskussion beizutragen. Ich freue mich, wenn ihr vorbei kommt!

Liebe Grüße

Carina

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